Im Interview

18. Mai 2010
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Rewe-Touristik: Wie Umweltbeauftragter Andreas Müseler das Thema vorantreibt

Über die Umweltmailbox in den Katalogen von ITS, Tjaereborg und Jahn sucht die Rewe-Touristik schon seit zehn Jahren den Dialog mit den Kunden. Der größte Einsatz für einen nachhaltigen Tourismus findet aber hinter den Kulissen statt, wie Umweltbeauftragter Andreas Müseler erläutert.

Andreas Müseler, Umweltbeauftragter der Rewe Touristik

GTR: Herr Müseler, welche Anfragen gehen auf Ihrer Umweltmailbox derzeit ein?

Müseler: Gerade haben Kunden positiv über ein Hotel auf den Kanaren berichtet, das sich um herrenlose Tiere kümmert. Andere Gäste haben uns auf ein massives Müllproblem in einer Urlaubsregion hingewiesen.  

GTR: In welcher Region?  

Müseler (lacht): Wir möchten niemanden an den Pranger stellen, sondern eher hinter den Kulissen aktiv werden. Das Müllproblem etwa war uns bekannt und wir führen auch bereits Gespräche.  

GTR: Sie sind seit 14 Jahren Umweltbeauftragter der Rewe Touristik, fast ebenso lange gibt es Umweltmailbox und -telefon. Was hat sich verändert?  

Müseler: Die Zahl der Anfragen und Rückmeldungen ist stark gewachsen, und die Urlauber sind informierter. Drehte sich anfangs eine typische Frage um die Mülltrennung, die man von zu Hause kenne aber im Urlaub vermisse, wird heute etwa konkret nach dem Einsatz von Solarenergie oder der Wiederverwendung von Brauchwasser in einzelnen Hotels gefragt.  

GTR: Können Sie solche Anfragen denn immer beantworten?  

Müseler: Falls nicht, machen wir uns schlau. So erhalten wir auch viele interessante Informationen – nicht nur über die Kunden, sondern auch über unsere Partner und die Destinationen.  

GTR: Und was tun Sie damit?  

Müseler: Wir führen Gespräche, mit Hoteliers, Agenturen oder auch den Zielgebieten. Wir informieren zum Beispiel seit zehn Jahren unsere Hotelpartner regelmäßig über sinnvolle Umweltmaßnahmen und erbitten Rückmeldung über den Stand der Umsetzung.   

GTR: Könnte hier nicht ein Siegel helfen, mit dem Sie besonders umweltfreundliche Häuser hervorheben?  

Müseler: Die UNWTO hat jüngst 160 solcher Umweltsiegel gezählt, da muss man nicht noch eines hinzufügen.