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DB: 50 Firmenkunden fahren mit grünem Strom
Die Deutsche Bahn hat bereits über 50 Firmen für das Programm Bahn Corporate Umwelt Plus gewonnen. Die Firmen reisten dadurch klimaneutral, heißt es von der Bahn. Doch es gibt auch Kritik an dem Konzept.Unter anderem nutzen laut DB die Firmen SAP, Mc Donalds, Hilti Deutschland, die LBS Baden-Württemberg, die Uni Credit Bank, Nokia Siemens Networks, die Deutsche BP, Generali Deutschland sowie HLP Informationsmanagement das Angebot aktiv.
Beim Firmenprogramm Umwelt Plus wird der Energiebedarf, den ein Firmenkunde für seine Dienstreisen mit der Bahn benötigt, errechnet. Die DB kauft dann dieses Volumen an Strom aus regenerativen Quellen wie Wind- und Wasserkraft bei ihrem Energielieferanten ein.
Im Gegensatz zur nachträglichen Kompensation reisten die Firmen damit von vornherein klimaneutral, heißt es von der Bahn. Die Zusatzkosten belaufen sich auf rund ein Prozent des Ticketpreises.
Insgesamt werden die gut 50 umweltbewussten Firmenkunden 2010 dadurch eine Menge von gut 13,5 Millionen Kilogramm CO2 einsparen, heißt es von der Bahn. Das entspreche den Emissionen von 7.000 Mittelklasse-Wagen im Laufe eines Jahres.
Die CO2-freie Bahnreise gibt es mittlerweile auch für Klassenfahrten und Veranstaltungen, aber noch nicht für Privatreisende.
Allerdings hat das zunächst überzeugend klingende Angebot der Bahn einen Haken. Der grüne Strom stamme aus Wasserkraftwerken des Atom- und Kohlestromriesen Eon, kritisiert Greenpeace.
Die in den 60er und 70er Jahren gebauten Anlagen an der mittleren Donau lieferten bereits seit Jahrzehnten sauberen Strom. Wenn nun die Bahn diesen extra einkaufe, verbessere sich dadurch zwar der Strommix der Bahn, so die Kritik, im gleichen Maße verschlechtere sich aber der Mix im restlichen Netz.
Immerhin sollen laut DB zehn Prozent der Zusatzeinnahmen in einen Neuanlagen-Fonds fließen, um durch Umwelt Plus den Strommarkt auch „nachhaltig zu verändern“.



