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Flughafen Bremen verbessert Energiebilanz
Ein Elektro-Schlepper, neue Kältetechnik und der Verzicht des Geschäftsführers auf einen Dienstwagen sollen 400 Tonnen CO2 einsparen.Seit April 2009 ist Jürgen Bula Geschäftsführer des Bremer Flughafens. Anders als sein Vorgänger, der noch eine Mercedes E-Klasse fuhr, verzichtet Bula jedoch auf einen Dienstwagen. Er wolle so mit gutem Vorbild vorangehen, heißt es. Auch alle anderen Mitarbeiter des Airports haben keinen Dienstwagen.
Energieverbrauch und Emissionen reduzieren soll auch der neue elektrische Flughafenschlepper, der seit März im Einsatz ist. Die Akkuleistung des Ökoschleppers sei enorm und reiche problemlos für einen Acht-Stunden-Betrieb, sagt Norbert Klinghardt, Leiter Geschäftsbereich Aviation & Logistik. Zudem seien Fahrer und Flugzeugführer begeistert vom sanften Anfahren und Beschleunigen des Prototyps, heißt es.
Der elektrische Schlepper vom Typ Schopf F110 electric befindet sich seit Januar 2010 auch auf dem Flughafen Stuttgart im Testbetrieb. Die Neuentwicklung ist erstmals im Oktober 2009 vorgestellt worden und geht nun in die Serienfertigung. Der Hersteller erwartet eine starke Nachfrage, vor allem an Flughäfen mit hohen Umweltauflagen.
Am Bremer Flughafen fährt unterdessen seit April auch ein neuer Flughafenbus vom Typ Cobus 3000. Er verbraucht nach Angaben des Flughafens nur ein Drittel des Treibstoffs herkömmlicher Stadtbusse.
Die größte Einsparung, nämlich 310 Tonnen CO2 pro Jahr, bringt laut Flughafen aber die neue Klimaanlage für die Terminals, die seit April in Betrieb ist. Die eine Million Euro teure Kältezentrale erziele den zehnfachen Wirkungsgrad der alten Anlage, heißt es, und sei durch das „Förderprogramm rationelle Energienutzung in Industrie und Gewerbe“ des Bremer Senators für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa gefördert worden.



