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11. August 2010
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Ferienparkurlaub hat gute CO2-Bilanz

Das Berliner Öko-Institut hat die Klimabelastung verschiedener Urlaubsarten untersucht. Ferienparks schneiden dabei vergleichsweise gut ab. Getestet wurden Anlagen von Center Parcs. Ihr Klima-Fußabdruck war dabei überraschend niedrig – in Deutschland kaum höher als der eines Rügen-Urlaubs, in Frankreich nur doppelt so hoch wie Ferien auf Balkonien.

Der Center Parc Moselle in Lothringen hat im Mai 2010 auf einem Gelände mit 435 Hektar Wald eröffnet.

Ökologisch hätten Ferienparks einen „denkbar schlechten Ruf“, sagt der Redakteur der ARD-Fernsehsendung „W wie Wissen“, denn die ganzjährig tropischen Temperaturen unter den Glaskuppeln der Badeparadiese ließen einen gigantischen Energieaufwand befürchten.  

Der Fernsehsender hatte daher das Berliner Öko-Institut beauftragt, einmal den ökologischen Fußabdruck der Center Parcs unter die Lupe zu nehmen.  

Das Ergebnis hat Prüfer wie Fernsehsender überrascht: Der Urlaub im Ferienpark stehe ökologisch besser da als sein Ruf, so das Fazit.   

Bei einem fünftägigen Urlaub in einem deutschen Center Parc ergebe sich ein Klima-Fußabdruck von 18 Kilogramm CO2 pro Person und Tag, hat die Untersuchung ermittelt. Das ist kaum mehr als eine Reise an die Ostsee, die mit 16 Kilo CO2 zu Buche schlägt.  

Zum Vergleich: Ein Mallorca-Urlaub verursacht laut Studie im Schnitt 87 Kilo CO2 pro Person und Tag, bei einer zweiwöchigen Mexiko-Reise sind es bereits 515 Kilo. In die Höhe getrieben werden die Werte hier durch die An- und Abreise mit dem Flugzeug.  

Ebenfalls untersucht wurde der neue Center Parc Moselle in Nordfrankreich, der auf lediglich 9,3 Kilo CO2 kam. Zum Vergleich: Der Urlaub auf Balkonien verursacht immerhin noch 4,2 Kilo CO2 pro Person und Tag.  

Die CO2-Bilanz der Ferienparks fällt unter anderem deshalb so gut aus, da sich durch die effiziente Verpflegung Vorteile ergeben und durch die Aktivitäten vor Ort Urlauber auf sonstige Ausflüge verzichten.  

Basis der Untersuchung ist die vom Öko-Institut für den WWF erstellte und zuletzt 2009 aktualisierte Studie zu den Umweltauswirkungen verschiedener Reiseformen.

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