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Energieeffizienz von Kreuzfahrtschiffen im Überblick
Eine neue Datenbank kategorisiert die weltweiten Kreuzfahrtschiffe nach ihren Emissionen – mit teils überraschenden Ergebnissen.Die Dabenbank namens Shipping Efficiency listet insgesamt 60.000 Fracht- und Kreuzfahrtschiffe auf. Sie werden auf Basis der Daten des Lloyd-Schiffregisters und der Weltschifffahrtsorganisation IMO in Energieeffizienzklassen von A bis G eingeteilt werden – vergleichbar der hiesigen Klassifikation von Elektrogeräten.
Dabei sind überraschend viele neuere Kreuzfahrtschiffe schlecht eingestuft. Die erst 2010 gebaute Queen Elizabeth beispielsweise ist in der zweitschlechtesten Kategorie F zu finden, ebenso wie etwa die Celebrity Constellation oder die Celebrity Summit.
In Kategorie F finden sich viele weitere neuere Schiffe, beispielsweise auch die 2007 gebaute Costa Serena oder die 2009 gebaute Costa Luminosa.
Die 1969 gebaute und 2008 außer Dienst gestellte Queen Elizabeth 2 hingegen lag in Klasse B. Ihre Nachfolgerin, die Queen Mary 2, findet sich sogar in A. Auch die Aida-Schiffe schneiden überwiegend gut ab. Ausnahmen sind die Aida Aura und Aida Vita, die in Klasse E eingestuft werden.
In der Schifffahrtsbranche hat das Schiffsregister denn auch sogleich Reaktionen ausgelöst. Die Reedereien zweifeln die Berechnungsgrundlagen an, in vielen Fällen wurden bereits verbesserte Einstufungen erreicht.
So werde beispielsweise angenommen, dass die Schiffe täglich unter Vollast fahren, sagt ein Aida-Sprecher. Tatsächlich komme man aber nicht einmal auf die Hälfte der angenommenen Meilen.
Es scheint also, dass die Datenbank ein wenig mit heißer Nadel gestrickt wurde, um sie pünktlich zum Klimagipfel in Cancun freizuschalten. Dementsprechend dürfte in nächster Zeit mit etlichen Umgruppierungen zu rechnen sein.
Dahinter steckt übrigens die Non-Profit-Organisation Carbon War Room, hinter der wiederum mehrere teils prominente Persönlichkeiten stehen.


