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Lufthansa muss Biosprit-Test verschieben
Die Lufthansa wollte ab April als weltweit erste Airline Bio-Kerosin im regulären Flugbetrieb einsetzen. Doch die Zulassung des Kraftstoffs verzögert sich. Unterdessen setzt die Airline große Hoffnungen in den Biosprit.Im April sollte ein Airbus A-321 der Lufthansa sechs Monate lang mit einem Gemisch aus Bio-Kerosin zwischen Frankfurt und Hamburg abheben.
Doch bereits jetzt sei klar, dass sich die offizielle Zulassung des finnischen Treibstoffes aus Jatropha-Nüssen verzögern werde, sagt ein Lufthansa-Sprecher, so dass der Termin verschoben werden müsse. Ein neuer Startzeitpunkt stehe derzeit nicht fest.
Im Gegensatz zu den bisherigen Testflügen anderer Airlines mit Bio-Kerosin will die Lufthansa als erste Airline weltweit den Alternativsprit direkt im kommerziellen Betrieb einsetzen. Dazu werden höhere Zulassungsanforderungen an das Kerosin gestellt, das in diesem Fall hauptsächlich aus Jatropha-Pflanzen und zu zehn Prozent tierischen Fetten gewonnen wird.
Um die Sicherheit zu gewährleisten, darf zudem nur ein Triebwerk eines zweistrahligen Jets zu maximal 50 Prozent mit Biosprit betankt werden.
Für die Lufthansa ist das Projekt der Einstieg in eine hoffnungsvolle Zukunft. Denn anders als im Auto- oder Bahnverkehr sehen Experten in der Luftfahrt mittelfristig kaum Alternativen zum Verbrennungsmotor. Daher setzt der Kranich-Carrier derzeit ganz auf Bio-Kerosin.
Bis 2020 sollen fünf bis zehn Prozent des gesamten Lufthansa-Kerosinbedarfs von immerhin 7,6 Millionen Tonnen pro Jahr aus alternativen Quellen kommen.
Dagegen nehmen sich die 800 Tonnen, um die es in dem jetzigen Projekt geht, geradezu bescheiden aus. Doch selbst hier spürt man bereits Engpässe. „Wir jagen derzeit praktisch jeder einzelnen Jatropha-Nuss hinterher“, so der Lufthansa-Sprecher.
Um die Nachfrage zu befriedigen werde Biosprit in Zukunft vermutlich aus einer ganzen Reihe verschiedener Quellen gewonnen werden müssen, so die Prognose.



