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Nabu gegen Schweröl in der Kreuzfahrt
Schiffe gehörten wegen ihres Treibstoffs zu den „dreckigsten Emissionsquellen überhaupt“, so der Umweltverband. Eine Kampagne soll aufklären.Pünktlich zum Hamburger Hafengeburtstag am vergangenen Wochenende hat der Umweltverband eine Kampagne unter dem Motto „Mir stinkt's! Kreuzfahrtschiffe sauber machen!“ gestartet.
Allein die 15 größten Seeschiffe der Welt stießen jährlich mehr schädliche Schwefeloxide aus als alle 760 Millionen Autos weltweit, heißt es vom Nabu. Und „kein einziges“ der luxuriösen Kreuzfahrtschiffe, die im Hamburger Hafen zu sehen waren, würde die Abgasnormen schaffen, die für Autos oder Lastwagen schon lange gelten, heißt es weiter.
Der Grund: Die Schiffe fahren fast ausschließlich mit Schweröl, einem Restproduktprodukt der Erdölverarbeitung, das laut Nabu an Land als Sondermüll entsorgt werden müsste, in der Schifffahrt hingegen als günstiger Treibstoff dient.
Der Nabu wird unterstützt von Professor James Corbett, einem Experten für Schiffsabgase, der von 60.000 Todesfällen pro Jahr weltweit durch die giftigen Abgase ausgeht.
Der Umweltverband fordert die Reedereien auf, statt des Schweröls den deutlich umweltfreundlicheren – aber auch deutlich teureren – Schiffsdiesel einzusetzen.
Ein Hintergrundpapier des Verbands zu der Thematik findet sich hier. Es zeigt auf, dass Prognosen zufolge die Schwefeldioxid- und Stickoxidemissionen auf See in den kommenden Jahren drastisch zunehmen werden.


