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Air Berlin erhält Umweltpreis der Autoindustrie
Die Fluggesellschaft ist für treibstoffeffizientes Fliegen mit dem Öko Globe ausgezeichnet worden, einem Umweltpreis der Autoindustrie.Erstmals ist der Preis damit an eine Fluggesellschaft verliehen worden.
Man habe die Auszeichnung in der Kategorie „Fahrzeuginnovationen im öffentlichen Verkehr“ für das Unternehmensprogramm „Ökoeffizientes Fliegen“ erhalten, heißt es von Air Berlin.
Das Programm wurde von Air Berlin 2008 aufgelegt, um teuren Kraftstoff zu sparen. Es umfasst ein ganzes Bündel an Maßnahmen, von der Gewichtsreduzierung an Bord durch leichtere Sitze und Trolleys, papierloses Cockpit oder neue Teppiche bis zur Ausflottung von Spritschluckern wie Boeing 737-300, 757 und 767.
Diese haben bereits im vergangenen Jahr alle die Flotte verlassen, so dass Air Berlin heute auf einen durchschnittlichen Kerosinverbrauch von 3,6 Litern pro 100 Passagierkilometer kommt, nach eigenen Angaben der niedrigste Verbrauch unter allen Netzwerk-Carriern Europas.
Der Öko Globe wurde 2007 von dem Aktionskünstler HA Schult, den DEVK-Versicherungen und dem ACV Automobil-Club Verkehr als Umweltpreis für die Automobilindustrie und ihre Zulieferer ins Leben gerufen. Für die wissenschaftliche Unterstützung sorgt die Universität Duisburg-Essen, an der 2009 eigens das Öko-Globe-Institut als Non-Profit Organisation gegründet wurde.
Ausgezeichnet wurden ansonsten BMW für die erste Carbon-Karosserie, Opel für das Elektroauto Ampera oder Daimler für ein hochfrequentes Bussystem, das sich an die Megacities der Entwicklungs- und Schwellenländer richtet.
Auch eine "grüne Zitrone" gab es: Sie wurde Audi für den "übermotorisierten Kleinwagen" RS3 verliehen, der mit seinen 503 PS in 3,7 Sekunden von 0 auf 100 beschleunigt. Dies sei das falsche Signal an die Autofahrer, heißt es.


