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Auf die Kanaren mit altem Pommes-Fett
Der britische Ferienflieger Thomson Airways hat erstmals mit Biosprit Passagiere von Birmingham nach Arrecife geflogen.Die Boeing 757 ist am 6. Oktober mit einem Mix von jeweils 50 Prozent herkömmlichem und Bio-Kerosin in einem der beiden Triebwerke gestartet. Ursprünglich sollte der Flug bereits im Juli stattfinden, musste aber verschoben werden.
Mit diesem ersten kommerziellen Biosprit-Flug in Großbritannien sieht sich die zu TUI Travel gehörende Fluggesellschaft an des Spitze der Entwicklung.
Im kommenden Jahr solle ein mehrwöchiger Test mit täglichen Biosprit-Flügen starten, heißt es, und bereits in drei Jahren solle die ganze Flotte Bio-Kerosin nutzen.
Von Umweltschützern hat der Flug indes Kritik geerntet. Die Organisation Friends of the Earth (FoE) spricht von einer PR-Aktion. Biosprit in der Luftfahrt fördere die Abholzung von Regenwäldern und verteuere Lebensmittel, heißt es.
Die Kritiker vermuten zudem, dass der Flug nur deshalb verschoben werden musste, weil die Airline nicht genug altes Pommes-Fett zusammenbekam.
Dass für den Betrieb von Flugzeugen sehr viel Biomasse gebraucht wird, zeigt auch der laufende Feldversuch der Lufthansa. Für den sechsmonatigen Test auf der Strecke Frankfurt-Hamburg war die Airline praktisch jeder Jatropha-Nuss weltweit hinterhergejagt, wie ein Sprecher sagte.
Thomson Airways fliegt nach eigenen Angaben mit einer Emissionsrate von 75g CO2 pro Passagierkilometer. Dies sei weniger als bei anderen Linien- und Billigfliegern, heißt es. Langfristig könne Biosprit die Emissionen der Luftfahrt um 80 Prozent reduzieren, glaubt man bei der Airline.


