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Baikalsee setzt auf Ökotourismus
Als Alternative zur unkontrollierten touristischen Erschließung des Baikalsees soll ein Projekt nun den Ökotourismus in der Region fördern.
Bereits zum zweiten Mal besuchte eine Gruppe von Tourismusverantwortlichen aus Burjatien den Bodensee.

Der Baikalsee liegt an der Grenze zur Mongolei.
In der Baikalregion seien derzeit fünf Wirtschaftszonen und eine Sonderwirtschaftszone ausgewiesen, heißt es vom Global Nature Fund aus Radolfzell, die alle touristisch erschlossen werden sollen. Allerdings gebe es wenig Anzeichen dafür, dass die touristische Entwicklung umwelt- und sozialverträglich vorangetrieben werde.
Der Global Nature Fund (GNF) unterstützt daher die an den Baikalsee grenzende russische Republik Burjatien dabei, Strukturen für einen natur- und sozialverträglichen Tourismus als Alternative zu schaffen. Im November 2010 wurde dazu ein eigener Verband für Ökotourismus in Burjatien (Beta) gegründet.
In der Oka-Region seien bereits zwei attraktive Besucherzentren für Gäste und Einheimische erbaut worden, heißt es vom GNF. Für die jungen Einwohner habe man Ausbildungskurse als Kanu- und Raftinglehrer organisiert. Ein Fokus liege auch auf der Bewahrung der traditionellen Kultur der ethnischen Minderheit der Sojoten.
In einer zweiten Projektphase sollen nun zwei Öko-Campingplätze in der Tunkaregion und in Gremyachinsk gebaut sowie die Vermarktung der ökotouristischen Angebote aufgebaut werden. Ziel sei es, die Okaregion als Modellregion für einen Ökotourismus in Burjatien zu etablieren, so der GNF.
Für die Fortführung des Projekts sucht die Organisation derzeit allerdings noch Finanzierungsmöglichkeiten.


