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Kenia vertreibt Einheimische für Naturtourismus
Im Norden Kenias sind die Samburu von ihrem Land vertrieben worden, um dort einen Naturpark einzurichten und Touristen zu gewinnen.Wie die Menschenrechtsorganisation Survival International berichtet, hat die kenianische Regierung mit der Vertreibung der Samburu aus dem Laikipia-Distrikt im Norden Kenias begonnen, der seit Jahrhunderten traditionelles Gebiet der Samburu ist.
Zuvor hatten zwei Naturschutzorganisationen, die African Wildlife Foundation (AWF) und the Nature Conservancy (TNC), etwa 70 Quadratkilometer Land in der Region gekauft, das zuvor Kenias ehemaligem Präsidenten Daniel arap Moi gehörte, wie Survival berichtet.
Dörfer seien niedergebrannt, Menschen angegriffen und Tiere getötet worden, berichtet die Menschenrechtsorganisation. Mittlerweile lebten 2.000 Samburu-Familien in provisorischen Hütten am Rand des betroffenen Gebietes, 1.000 weitere Familien seien gezwungen worden, dieses komplett zu verlassen, heißt es weiter.
Die Naturschutzorganisation AWF hingegen sehe das geplante Schutzgebiet, in dem unter anderem Zebras und Nashörner leben, als perfektes Mittel, um „den Tourismus zu stimulieren”, heißt es von Survival.
Survival hat nun die Vereinten Nationen aufgefordert, den Samburu zu helfen.


