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29. Januar 2013
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Auto-Städtevergleich: „Ein Karnevalsscherz?“

Der Autoclub Mobil hat zum zweiten Mal einen Vergleich der autofreundlichsten Städte erstellt. Beim VCD fasst man sich an den Kopf.

Anhand verschiedener Kriterien, etwa Pkw pro Einwohner, Straßenmeter pro Pkw, durchschnittliche Staus oder Umweltzonen hat der Verkehrsclub einen „Städtevergleich Automobil“ erstellt, in dem Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Stuttgart, Düsseldorf, Bremen und Dortmund verglichen wurden.  

Hier schneidet Berlin zum Beispiel in einem Punkt schlecht ab: Die Stadt weist die geringste Autodichte pro Einwohner auf. Im Gesamtranking hingegen liegt die Hauptstadt auf Platz 1, weil es wenige Blitzer, wenige Staus und viele Tankstellen gibt.  

Beim ökologischen Verkehrsclub VCD ist man darüber entsetzt. Er habe „selten eine Untersuchung mit einer derartig unsinnigen Herangehensweise und Bewertung gesehen“, sagt Gerd Lottsiepen, verkehrspolitischer Sprecher des VCD.  

„Wahllos“ würden zehn Kriterien herangezogenen und gleich zu Beginn autofreundlich mit verkehrsfreundlich gleichgesetzt, so der VCD-Sprecher. Und dass es bei gutem ÖPNV, vielen Radfahrern und geringem Durchschnittseinkommen weniger Autos und Staus gebe, sei nichts anderes als logisch.  

Lottsiepens Fazit: „Der Städtevergleich von Mobil in Deutschland vergleicht rechtzeitig zur Karnevalssaison Äpfel mit Birnen – ohne einen blassen Schimmer von Obst zu haben“. Wer ernsthaft wissen wolle, welche Stadt verkehrsfreundlich sei, müsse mehr tun als Autos und Staus zählen.

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