News Category: Tourismus

Unheilvolle Elefantenritte - Veranstalter reagieren

In Thailand hat wieder ein Reitelefant für Touristen seinen Trainer getötet. Tierschützer fordern seit langem mehr Respekt für die Wildtiere, denen schon als Babys der Wille gebrochen wird. Immer mehr hiesige Veranstalter verzichten auf Elefantenritte. Gerade erst hat TUI dies öffentlich erklärt.

In dem Fall nahe Chiang Mai habe der Elefant seinen Trainer, den Mahout, getötet, die drei chinesischen Touristen seien unverletzt geblieben, heißt es in Medienberichten. Einen ähnlichen Fall gab es im vergangenen Herbst mit russischen Touristen.

Die TUI Group werde „sukzessive“ Elefantenreiten und -shows aus dem Programm nehmen, heißt es vom Veranstalter.Harald Zeiss, TUI-Nachhaltigkeitsmanager, sagt: „Da die Haltung und Trainingsmethoden von Elefanten in einigen Zielgebieten nicht unseren Tierschutzstandards entsprechen, haben wir uns als Konzern entschieden, Elefantenreiten und -shows künftig nicht mehr im Rahmen unseres Ausflugsprogramms anzubieten. Ferner werden wir alle nicht elefantenfreundlichen Ausflüge Schritt für Schritt aus unserem Programm streichen.“

Andere Veranstalter, etwa Intrepid Travel, haben schon länger Elefantenritte gestrichen.

Tierschützer kritisieren seit längerem den Elefantentourismus, da die Tiere hierfür gequält würden.

Im März etwa hatte die DSDS-Jury mit Dieter Bohlen, Heino, Mandy Capristo und DJ Antoine auf Elefanten posiert, was zum Beispiel vom Tierschutzverein Pro Wildlife sehr kritisiert wurde.

Im Internet kursieren etliche Videos, die zeigen, wie jungen Elefanten der Wille gebrochen wird ("Spirit Breaking"), um sie für Touristenritte oder sonstige Arbeiten gefügig zu machen, zum Beispiel hier.

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