Klimawandel: Veranstalter drücken sich vor Verantwortung

Der Klimawandel stelle die großen Reiseveranstalter vor ein Dilemma, sagt der Autor der Studie Andreas Zotz. „Einerseits erkennen sie, dass Klimaschutz langfristig unverzichtbar für den Erhalt ihres Produktes und wirtschaftlichen Erfolges ist. Andererseits würde effektiver Klimaschutz aber eine grundlegende Umstrukturierung ihres traditionellen Geschäftsmodells bedeuten.“

Der strategische Ausbau besonders nachfragestarker Bereiche wie Fernflugreisen oder Kurzurlauben dürfte in dieser Form nicht weiter forciert werden.

Marktzwänge und kurzfristiges Profitdenken verhinderten in der Branche bislang „echte“ Klimaschutzmaßnahmen, so Zotz.

Gerade bei den touristischen Marktführern liege aber durch ihre internationale Expansion über alle Wertschöpfungsketten hinweg eine zentrale Verantwortung, wenn es darum gehe, die Tourismusindustrie zu einem „grünen Wirtschaftssektor“ zu transformieren, wie es das formulierte Ziel der UN-Welttourismusorganisation sei, so Zotz weiter.

Zu den Lösungsvorschlägen gehören freiwillige Klimaschutzmaßnahmen als Bestandteil der „Corporate Social Responsibility“.

Die englischsprachige Studie ist auf Basis einer Diplomarbeit gemeinsam von den Naturfreunden und Respect – Institut für integrativen Tourismus und Entwicklung in Österreich erstellt worden.

Sie findet sich hier zum Download.