Öger: „Delfine gehören nicht in Gefangenschaft“

Bislang habe man mit den Delfinarien Sealanya in Alanya und Troy Aqua Park in Belek an der Türkischen Riviera zusammengearbeitet, heißt es von Öger.  

Nach massiver Kritik des Wal- und Delfinschutz-Forums (WDSF) an der nicht artgerechten Haltung der Tiere habe man die Ausflüge im Februar 2010 gestoppt.  

Im April jedoch seien diese nach Überprüfung der Anlagen wieder aufgenommen worden. Dies hatte Öger wiederum massive Vorwürfe sowie einen Boykottaufruf der Delfinschutzorganisation eingebracht, dem offenbar erste Kunden wie Reisebüros gefolgt sind.  

Nun habe Öger aber „die Situation der Delfine in den Freizeitanlagen neu bewertet“, wie es vom Veranstalter heißt. „Wir nehmen alle Delfin-Ausflüge dauerhaft aus dem Programm“, sagt Dierk Berlinghoff aus der Geschäftsleitung des Veranstalters.  

Ausschlaggebender Punkt für diese im Grundsatz neue Entscheidung sei letztendlich die Erkenntnis gewesen, dass „Delfine und andere Meeressäuger nicht in Gefangenschaft gehören“.  

Allerdings dürfte Öger nun auch deshalb die Reißleine gezogen haben, weil die Kritik von Kunden und Reisebüropartnern wuchs und man als verantwortungsbewusster Veranstalter nicht unglaubwürdig werden wollte.

Der Türkei-Spezialist erhofft sich durch den Schritt nun jedenfalls einen „Pull-Effekt“ auf die „zahlreichen anderen Reiseveranstalter“, die Delfin-Ausflüge in der Türkei nach wie vor anböten.