Mosambik: Größtes Küstenschutzgebiet Afrikas

Die zehn von Korallen umsäumten Inseln des Primeiras e Segundas-Archipel erstrecken sich über eine Fläche von mehr als einer Million Hektar. Laut WWF haben sich lokale Bevölkerung wie auch die Zentralregierung für den Schutz des Gebietes eingesetzt.  

Der WWF kämpfe seit acht Jahren gegen Überfischung und unkontrollierten Tourismus in der Region, heißt es. Höchste Zeit, dass nun die Weichen in Richtung Nachhaltigkeit gestellt würden.  

In der sensiblen Ökoregion fänden sich die letzten großen Seegraswiesen Afrikas, heißt es vom WWF, sowie extensive Mangrovenwälder, die Nahrungsgrundlage für Seekühe und Kinderstube vieler Fische seien. Hier nisten auch geschützte Meeresschildkröten und seltene Vogelarten.

Auch der Quastenflosser, ein Fisch, der schon lange vor den Dinosauriern die Meere des Planeten bevölkerte, ist hier laut WWF noch immer zuhause. Jährlich ziehen Wale und Delphine auf ihrer Wanderroute durch das Archipel.  

In Kommentaren einheimischer Medien wird jedoch bezweifelt, dass sich durch das Schutzgebiet viel ändere. Schon das bisherige Schutzgebiet des Bazaruto Archipels etwa habe wenig bewirkt, ist dort zu lesen. Zudem pünderten chinesische Fischer weiter die Gewässer vor Mosambik, als "Gegenleistung" für ihre Unterstützung beim Straßenbau.

Weitere Informationen zum Programm von WWF und Care gibt es hier.