Mehr Verkehr, mehr Autos, weniger Verbrauch

Laut aktueller Studie der Deutschen Energieagentur (Dena) hat der Personenverkehr in den vergangenen 20 Jahren um ein Viertel zugenommen. Die so genannte Verkehrsleistung lag 2009 bei 1,2 Billionen Personenkilometern, umgerechnet knapp 15.000 Kilometer pro Einwohner.  

Nahezu unverändert werden rund 80 Prozent davon im so genannten motorisierten Individualverkehr, also mit Auto, Motorrad, etc. zurückgelegt. Der Anteil des öffentlichen Nahverkehrs sei mit neun Prozent im internationalen Vergleich gering.  

Der Luftverkehr hat sich laut Dena in knapp 20 Jahren von 26 auf 59 Mrd. Personenkilometer mehr als verdoppelt und macht heute etwa fünf Prozent der gesamten Personenverkehrsleistung aus.  

Die Schiene hat um 42 Prozent auf 82 Mrd. Personenkilometer zugelegt, der Busverkehr von 91 Mrd. auf 79 Mrd. Personenkilometer 2009 verloren. Bis 2030 geht die Dena von einer Stagnation des Verkehrsaufkommens aus, lediglich der Luftverkehr werde wachsen, heißt es.  

Unterdessen hat sich die Autodichte weiter erhöht. Sie liegt 2012 bundesweit bei 525 Pkw pro 1.000 Einwohner, 1995 waren es noch 491. Weniger Autos gibt es aber offenbar in den Städten. In Bremen, Hamburg und Berlin jedenfalls hat die Pkw-Dichte abgenommen, in Berlin ist sie mit 328 Pkw pro 1.000 Einwohner am niedrigsten. Ganze 41 Prozent aller Haushalte besitzen hier kein Auto, im Bundesdurchschnitt sind es 18 Prozent.  

Der Energieverbrauch des Verkehrssektors ist in den vergangenen 20 Jahren aber mit einem Plus von 1,4 Prozent kaum gestiegen. Am gesamten Energieverbrauch Deutschlands mache er heute 28 Prozent aus, heißt es von der Dena, 1992 seien es 26 Prozent gewesen.

Die Studie, die vom Ölkonzern Total gesponsert wurde, finden Sie hier als PDF.