Immer mehr Umweltzonen in Frankreich

©OSM, green-zones.eu

Frankreich richtet immer mehr Umweltzonen ein, die bei der Routenplanung zu bedenken seien, berichtet das Portal Green-Zones.eu. Allein im November habe man sechs neue Zonen integriert: Toulouse, Haute-Savoie, Savoie, Maine-et-Loire, Vendée und Gers.

Der Winter sei die Jahreszeit der Luftverschmutzungsspitzen, heißt es von Green-Zones. Die Industriestadt Toulouse habe nach einer längeren Luftverschmutzungsspitze einen Erlass mit sofortiger Wirkung veröffentlicht. Gleichzeitig seien andernorts auch besonders großräumige, beinahe unplanbare Umweltzonen eingeführt worden, heißt es weiter: In den Großräumen Haute-Savoie – Annecy, Maine-et-Loire – Angers, Savoie – Chambéry, Vendée – La Roche-sur-Yon und Gers.

Teilweise umfassten Zonen-Erlasse hunderte von Städten und Gemeinden im Departement. Dabei handelt es sich um temporäre ZPA Zonen, welche nur bei besonders starker Luftverschmutzung in Kraft treten. Im Gegensatz zu den ständig gültigen ZCR Zonen, werden Fahrverbote hier nur ausgerufen, wenn die EU-Grenzwerte für Luftverschmutzung der EU plötzlich überschritten werden.

In den neuen, großräumigen ZPA Umweltzonen, die einem Zonen-Erlass unterliegen, könne jederzeit durch den jeweiligen Präfekten ein Luftverschmutzungsalarm ausgerufen werden, so Green-Zones, wobei im Einzelfall Städte oder Gemeinden definiert würden, für die ein teilweises oder beschränktes Fahrverbot gelte. Die Umrisse dieser Zonen sind somit nicht fix, sondern werden erst im Falle einer Luftverschmutzungsspitze individuell festgelegt.

Fahrverbote werden dann nach Crit’Air Klassen verhängt, wobei die Erlasse einen Plan in mehreren Warnstufen vorsehen, der zuerst Fahrzeuge ohne Crit’Air Vignette vom Verkehr ausschließt und später die schlechteren Crit’Air Vignetten 4 und 5 verbietet.

Auf der Internetseite crit-air.fr finden sich Informationen zu den französischen Umweltzonen, dem tagesaktuellen Einfahrtstatus sowie interaktive Karten, die Umfahrungswege aufzeigen.

Green-Zones will unter anderem mit einer kostenlosen App Orientierung zu den teils komplexen Einzelregelungen geben, für den Individual-, Wirtschafts- und Busverkehr.